Sind Welpen von Züchtern zu teuer?

“Wie bitte? Der Welpe soll soviel Geld kosten? Andere Rassen sind aber billiger.“, schimpft ein Anrufer.

Ein anderer hört den Preis und legt dann einfach auf...... (Höflichkeit gibt es nicht immer)

Ein anderer beschwerte sich „sie wollen doch nur Geld mit ihren Welpen verdienen, im Internet werden welche halb so teuer angeboten"....

Ein anderer fragt, ob es nicht Welpen ohne Papiere zu kaufen gibt.

Ein anderer fragt an, ob er einen Hund so (ohne Geld) haben kann, denn schließlich müsse es doch dem Züchter wichtiger sein, daß der Hund geliebt wird, als Geld einbringt....

Ein weiterer möchte gleich am nächsten Tag die Hunde besuchen, aber er kommt nicht, sagt nicht einmal ab.


Solche und noch ganz andere Anrufe gehören zum Züchteralltag, nicht nur unserer Rasse, sondern auch bei anderen Rassen.

Zumindest, wenn die Zucht mit viel Verantwortung und finanziellem Einsatz betrieben wird (was bei weitem nicht immer der Fall ist) und wer eine Ahnung von Hunden hat, artgerechter Haltung und dem enormen Aufwand eines Züchters, der weiß, warum Welpen aus seriösen Zuchten nicht zu “ Billig-Preisen“ den Besitzer wechseln können.

 

Hier ist der Unterschied zwischen Züchter und Vermehrern ersichtlich:

Züchter, die ihre Welpen zu “ Schleuderpreisen “ vermitteln wollen, sparen in anderen Bereichen. Das kann die medizinische Versorgung der Welpen, die Wurmkuren, Haltungsbedingungen (!!!) und die Impfungen betreffen, ganz zu schweigen von der Versorgung der Mutterhündin.

Andere "Züchter" versuchen die "günstigen Abgabepreise" durch eine Massenproduktion zu erreichen. Wer viele Welpen verkauft, macht letztendlich vermutlich auch seinen Schnitt -auf Kosten der Hunde- versteht sich!
Einige unseriöse Züchter und Massenvermehrer leben vom Hundeverkauf, auf Kosten der Muttertiere.

Erwirbt ein Käufer bei Händlern einen Hund  - aufgrund des günstigen Preises oder aus Mitleid - unterstützt er die Machenschaften des Händlers und trägt eine Mitschuld daran, daß Hündinnen zu Gebärmaschienen gemacht werden.

 

Hier wäre es wirklicher Tierschutz, dort keinen Hund zu kaufen!!!!  

Interessanter Artikel finden Sie auch hier: http://www.tasso.net/Tierschutz/Wuhltischwelpen.aspx


Gesundheitliche Probleme der Welpen und charakterliche Schwächen kommen in diesen Verhältnissen viel zu häufig vor.
Hier kommen für den neuen Besitzer nicht selten sehr hohe Tierarztkosten hinzu, der den Kaufpreis des Tieres bei weitem überschreitet, oder gar den Tod des Welpen mit sich zieht.
Natürlich ist es nicht auszuschließen, dass auch ein Welpe aus einer seriösen Hundezucht einmal erkranken kann. Eine Garantie auf Gesundheit hat der Hundekäufer nie. Doch die Wahrscheinlichkeit einen kranken Welpen zu erwerben ist hier wesentlich geringer, wenn man sich nach einem verantwortungsvollen Züchter umschaut, der etwas von Hunden versteht. Dazu gehört auch eine verantwortungsvolle Zuchtauslese, d.h. er züchtet nur mit gesunden Tieren, macht alle Vorsorgeuntersuchungen und verlangt dies auch von den Deckpartnern.

Denken Sie daran:
Ein seriöser Züchter hat seine Zuchthündinnen immer unter medizinischer Kontrolle. Er wird eine gründliche Auswahl von geeigneten Deckrüden treffen, nicht den nächstbesten Rüden nehmen, sondern schauen, daß der Rüde zur Hündin paßt und genau die gleichen Gesundheitschecks hat, und wird hier natürlich eine entsprechende Deckgebühr ( die nicht gerade niedrig ist ) entrichten.  Dazu kommt die medizinische Versorgung der Hündin während der Trächtigkeit. Ausschlaggebend ist auch eine optimale Unterbringung und Fütterung der Hunde, diese sollten natürlich auch alle Impfungen haben. Ein verantwortungsvoller Züchter wird auch den Zeitrhytmus der Wurmkuren für Hündin und Welpen einhalten und diese seinem Welpenkäufer nachweisen können. Den Preis bestimmen nicht nur die Papiere des Zuchtverbandes, sondern der enorme zeitliche Aufwand vom Züchter und die Aufzucht der Welpen.

Deshalb:
Schauen Sie sich bei “Ihrem “ Züchter um. Sind die Welpen gut und sauber untergebracht, sind sie gut sozialisiert, haben sie keine Scheu vor Menschen?  Wenn Menschenscheu besteht, dann liegt hier vielleicht eine Massenzucht vor - Aufzucht irgendwo im Keller oder sonstigen Nebengebäuden - ohne intensiven Kontakt zur Familie. Ist der Welpe neugierig und verspielt? Lassen Sie sich die “Wurfkiste“ zeigen  - ist sie groß genug für die jeweilige Rasse? Ist die Mutterhündin in der Nähe der Welpen, oder wird sie getrennt gehalten? Eine gute Mutterhündin wird ihre Welpen nie aus den Augen lassen und wird immer versuchen, in der Nähe ihrer Welpen zu sein.
Jeder verantwortungsvolle Züchter wird Ihnen gerne zeigen, wo die Welpen auf die Welt gekommen sind und stolz darauf sein, Ihnen zeigen zu können, wo und wie die Welpen aufwachsen! Die Welpen sollten auch bei der Abgabe mit allen Geräuschen vertraut sein, keine Angst haben, auf fremde Untergründe zu laufen, sie sollten bereits zur Stubenreinheit vorerzogen sein und kleine Grundbegriffe zur Erziehung kennen. Genauso wichtig ist es, daß die Welpen auch zu anderen Hunden Kontakt haben sollten und nicht nur ihre Mama kennen.

Berichte von betroffenen Käufern  

Polli - ein Billighund                           http://www.franzoesische-und-englische-bulldoggen-ev.de/bully-geschichten/107-polli

Arthur  - ein Händlerhund               http://www.franzoesische-und-englische-bulldoggen-ev.de/bully-geschichten/110-arthur

Manolo - ein kleiner "Auslandshund"   http://www.franzoesische-und-englische-bulldoggen-ev.de/bully-geschichten/111-manolo

Ellis - eine arme "Zuchtmaschine"      http://www.franzoesische-und-englische-bulldoggen-ev.de/bully-geschichten/109-ellis

Tasso  Bericht von 2010 - Erkennen von "Wühltischwelpen"         http://www.tasso.net/Tierschutz/Wuhltischwelpen.aspx  
Verschiedene Tassobericht
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